Scroll bottom

Was ist eine Zecke?

Tick

Zecken gehören zu den Spinnentieren und in die Untergruppe der Milben. Die erwachsene Zecke hat daher – wie alle Spinnen – 8 Beine. Zecken sind „Parasiten“, d.h. sie brauchen zum Überleben einen anderen lebenden Organismus – einen so genannten „Wirt“. Am häufigsten trifft man in Österreich die Schildzecke (Ixodes ricinus) an. Diese wird auch „gemeiner Holzbock“ genannt und ist mit rund 95 Prozent die am häufigsten vorkommende Art in unseren Breiten. Liegen die Temperaturen unter fünf bis sieben Grad Celsius, werden die Zecken inaktiv. Dann sind sie nicht mehr auf Grashalmen, sondern unter einer feuchten Laubdecke zu finden.

Wie entferne ich eine Zecke?

Remove a tick

Nach jedem Aufenthalt im Freien sollte der Körper nach Zecken abgesucht werden. Wird eine Zecke entdeckt, so sollte diese so schnell wie möglich entfernt werden. Achten Sie darauf, dass Sie vor allem kleine Zecken beim Herausziehen nicht zerquetschen, da hierdurch Bakterien (z.B. Rickettsien), die sich im Darm der Zecke befinden, in den Stichkanal gelangen könnten. Im Unterschied zu Borrelien (Bakterien) erfolgt die Infektion mit den FSME-Viren unmittelbar nach dem Stich, da sich die Erreger in den Speicheldrüsen der Zecke befinden.

Schutz durch Kleidung und Repellents

Protection

Zecken können auch andere nicht vermeidbare Erkrankungen wie Borreliose übertragen, weshalb auch ein Schutz vor dem Stich des Tieres sinnvoll ist. Lange Hosen, die idealer Weise in die Socken gesteckt werden, können einen gewissen Schutz vor Zeckenstichen bieten. Auch das Auftragen entsprechender Repellents kann einen begrenzten Schutz bieten. Dies sind chemische Substanzen, die eingesetzt werden, um Insekten vom Menschen fernzuhalten. Hat das Tier trotzdem gestochen, sollte es möglichst rasch entfernt werden. Gerade Borrelien werden eher erst zum Ende des Saugvorganges übertragen.

Welche Krankheiten werden durch Zecken übertragen?

FSME

Zecken übertragen

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruserkrankung, die zur Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und/oder des Zentralnervensystems führen kann. Das Virus wird im Gegensatz zur Borreliose unmittelbar nach dem Stich übertragen. Rund 30 — 40% der Infizierten werden tatsächlich krank. Die Dauer vom Zeckenstich bis zum Ausbrechen der Erkrankung (Inkubationszeit) schwankt zwischen wenigen Tagen und einem Monat.

Borreliose

Die Borreliose wird von Bakterien – so genannten „Borrelien“ – ausgelöst. Sie ist in Österreich die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung. Die Erreger leben im Darm der Zecke und daher dauert es eine Weile (vermutlich einige Stunden), bis die Borrelien nach einem Stich in das Blut des Menschen gelangen. Je schneller also die Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko, dass eine Übertragung stattfindet.

Borreliose

Weitere Krankheiten

Neben der FSME und Borreliose sind Zecken Träger vieler weiterer Erreger und können somit auch andere Krankheiten übertragen. Die Mehrzahl dieser Erkrankungen kommt allerdings in unseren Breiten nicht vor.

Wie verbreitet ist FSME (Frühsommermeningoenzephalitis)?

Verbreitungsgebiete der FSME in Österreich

Frühsommermeningoenzephalitis

Österreich gehört zu den am stärksten von der FSME betroffenen Gebieten Europas. In allen Bundesländern kommen mit FSME-Viren belastete Zecken vor und es werden jährlich Krankheitsfälle aus allen Bundesländern gemeldet. Somit gilt ganz Österreich als sogenanntes „Endemiegebiet“, d.h. prinzpiell besteht fast überall ein potenzielles Infektionsrisiko.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen rund um die Themen Zecken & FSME