Einen wirksamen Schutz vor einer Infektion mit dem FSME-Virus kann die FSME-Impfung bieten. Es existiert jedoch nur eine vorbeugende Impfung und keine „Impfung danach“. Häufig von Zecken befallen worden zu sein, heißt nicht gegen die Erkrankung immun zu sein. Nicht jede Zecke ist mit dem FSME-Virus infiziert. Sie können aber niemals erkennen, ob eine Zecke infiziert ist oder nicht.

Wie mache ich mich gegen FSME immun?

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Bei einer Impfung werden dem Körper abgeschwächte bzw. abgetötete Erreger (z.B.: FSME-Impfung) oder auch nur Bestandteile von Krankheitserregern verabreicht. Unserem Immunsystem wird so eine Infektion vorgetäuscht und es reagiert mit der Bildung von Antikörpern (schützen vor Erkrankung). Bei einem erneuten Kontakt (diesmal mit dem „echten“ Krankheitserreger) können die Antikörper sofort reagieren und die Erkrankung kann schon im Vorfeld verhindert werden.

Dank der FSME-Impfung gibt es in den letzten Jahren deutlich weniger Erkrankungen als früher. Waren in den 1980er-Jahren oft über 200 Fälle pro Jahr angezeigt, so lagen die Fallzahlen im Durchschnitt in den letzten Jahren unter 100 pro Jahr. Jedoch wurde in den letzten zwei Jahren wieder ein Anstieg mit mehr als 100 Fällen pro Jahr verzeichnet. Den Menschen sind daher die Folgen dieser Erkrankung oft nicht mehr ausreichend bewusst. Eine FSME-Erkrankung kann schwer verlaufen und dann auch bleibende Schäden hinterlassen. Um gegen die Viren gewappnet zu sein, muss man zunächst einen „Basisschutz“ im Körper aufbauen. D.h. man bekommt
3 Impfungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes:

Start der Impfung: Grundimmunisierung

Generell wird die FSME-Impfung laut dem Österreichischen Impfplan des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen ab dem vollendeten ersten Lebensjahr empfohlen.
  1. Teilimpfung: Am besten noch in der kalten Jahreszeit, damit man bereits geschützt ist, wenn die Zeckenaktivität beginnt.
  2. Teilimpfung: 1 bis 3 Monate nach der 1. Teilimpfung, bevorzugt auch in der kalten Jahreszeit
  3. Teilimpfung: 5 bzw. 9 bis 12 Monate (je nach verwendetem Impfstoff) nach der 2. Teilimpfung

Auffrischungsimpfung:
Die erste Auffrischungsimpfung ist nach 3 Jahren nötig. Ab dann wird die FSME-Impfung bis zum 60. Geburtstag alle
5 Jahre aufgefrischt. Danach wieder alle 3 Jahre, da auch das Immunsystem des Menschen altert.

Welche Nebenwirkungen hat die Impfung?

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Die Impfung gegen FSME ist im Allgemeinen gut verträglich. Wie bei allen Impfungen kann es auch nach einer FSME-Impfung zu vorübergehenden lokalen Reaktionen (z.B. Schmerzen, Rötung und Schwellung im Bereich der Einstichstelle) kommen. Auch Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Übelkeit, Krankheitsgefühl oder erhöhte Temperatur können auftreten. Bezüglich Wirkung und möglicher unerwünschter Nebenwirkungen geben Ihre Ärztin/Ihr Arzt oder auch eine Apothekerin/ein Apotheker gerne genaue Auskunft. Die Impfung kann grundsätzlich während des ganzen Jahres verabreicht werden.

Rascher Impfschutz

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Wenn die Zecken aktiv werden und Sie noch nicht geimpft sind, wird der Aufbau eines raschen Impfschutzes empfohlen. Hierfür gibt es je nach verwendetem Impfstoff verkürzte Impfschemen – fragen Sie hierfür Ihren Arzt.
Generell ist damit zu rechnen, dass mit zunehmendem Alter (individuell ab etwa 50–60 Jahren) bei Impfungen der Impferfolg und damit das Ausmaß und die Dauer des Impfschutzes abnehmen. Dies gilt vor allem für Erstimpfungen. Auffrischungsimpfungen können dadurch nach einem kürzeren Intervall notwendig sein. Auch die Anfälligkeit des Menschen auf Krankheitserreger nimmt mit dem Alter zu.

Zeckenstich! Nicht oder unvollständig geimpft?

Wurden die empfohlenen Impfintervalle nicht eingehalten, besteht möglicherweise kein Impfschutz! Nicht jeder Zeckenstich bedeutet gleich eine FSME-Erkrankung. Sollten Sie noch nie eine FSME-Impfung erhalten oder Ihre letzte Auffrischungsimpfung versäumt haben, muss Ihr Arzt über das weitere Vorgehen entscheiden.