17.02.2010

Zeckengefahr steigt - Risikobewusstsein sinkt!

Die aktuelle Studie von GfK Austria zeigt die Ursachen der jährlichen Erkrankungsfälle auf.

Trotz positiver Einstellung der österreichischen Bevölkerung zur „Zeckenschutz-Impfung“ mussten vergangenesJahr 79 FSME-Patienten im Spital behandelt werden.
Schwere Krankheitsverläufe mit dem klinischen Bild einer Menigoenzephalitis, Enzephalo-myelitis und Radikulitis waren die Folgen, zwei Fälle endeten leider tödlich. 80 Prozent der Patienten waren älter als 40 Jahre, aber auch sieben Kinder waren betroffen. Die von Baxter jährlich beauftragte Studie von GfK Austria zeigt die – leider schon bekannten – Ursachen der jährlichen
Erkrankungsfälle:

  • Mangelhaftes Risikobewusstsein:Ein Viertel der Bevölkerung sieht nur ein geringes Risiko, an einem Zeckenstich zu erkranken. Vor allem in Wien, Salzburg, Tirol und Vorarlberg ist man sich der Zeckengefahr zu
    wenig bewusst.
  •  Es gibt keine Impfung nach Zeckenstich: Immer noch glauben mehr als 1,3 Millionen Menschen an diese Möglichkeit, doch nur die präventive Impfung schützt.
  • Den Irrtum, dass eine sofortige Entfernung einer Zecke vor der Infektion bewahrt, vertreten sogar hohe 32 Prozent. Dabei wird das
    FSME-Virus in Sekundenschnelle übertragen, meist wird der Zeckenstich gar nicht bemerkt.
  •  Unwissenheit über die nächste fällige Impfung, womit nur 67 Prozent das korrekte Impfschema eingehalten haben.
  • Zeckenendemie-Gebiete werden unterschätzt: Dies gilt in erster Linie in Wien, Salzburg, Tirol und Vorarlberg, wo jedoch genauso Zecken vorkommen. Gerade Tirol hat sich in den letzten Jahren zu einer Zeckenhochburg entwickelt.